Eine Blütenessenz ist ein wässriger Auszug aus Blüten, der mit Alkohol haltbar gemacht und stark verdünnt angewendet wird. Die bekanntesten Essenzen sind die 38 Bachblüten; daneben gibt es zahlreiche jüngere Systeme, etwa australische oder kalifornische Blütenessenzen.
Wie eine Essenz entsteht
Bei den Bachblüten werden frische Blüten entweder in Quellwasser in die Sonne gelegt oder in Wasser gekocht. Das Wasser wird anschließend gefiltert und zu gleichen Teilen mit Brandy vermischt. Diese Mischung heißt Mutteressenz oder Urtinktur. Für den Handel wird sie weiter verdünnt: Laut Bach Centre kommen zwei Tropfen Mutteressenz auf 30 ml, so entsteht die Stockbottle.
Abgrenzung
- Ätherisches Öl: wird durch Destillation oder Pressung gewonnen und enthält konzentrierte Duftstoffe. Eine Blütenessenz riecht dagegen meist nur nach dem Alkohol.
- Homöopathische Urtinktur: wird nach dem Homöopathischen Arzneibuch hergestellt und anschließend potenziert. Blütenessenzen werden nicht potenziert.
Beispiel
Alkoholfreie Varianten ersetzen den Brandy durch andere Konservierungsmittel, etwa Glycerin. Sie werden häufig für Kinder oder für Menschen angeboten, die Alkohol meiden wollen.
Einordnung
Nach der Lehre soll die Essenz eine Information der Blüte tragen. Chemisch ist in der verdünnten Essenz kaum Pflanzenmaterial nachweisbar, und Übersichtsarbeiten fanden keine Wirkung über Placebo hinaus (siehe Evidenz).
Mehr dazu: Bachblüten im Überblick · Siehe auch: Stockbottle, Sonnenmethode
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