Als Mineralsalz bezeichnet die Biochemie nach Schüßler eine der anorganischen Verbindungen, aus denen die zwölf Basissalze bestehen. Gemeint sind Salze aus Calcium, Kalium, Natrium, Magnesium und Eisen mit Phosphat, Sulfat, Chlorid oder Fluorid sowie Kieselsäure.
Schüßler wählte diese Stoffe, weil sie in der Asche menschlicher Gewebe nachweisbar sind. Er folgerte daraus, dass ein Mangel oder eine Fehlverteilung in den Zellen Krankheiten auslösen könne. Die Salze sollten deshalb in sehr feiner Verteilung zugeführt werden, damit die Zellen sie aufnehmen.
Beispiele aus den Basissalzen
- Nr. 2 Calcium phosphoricum – Calciumphosphat
- Nr. 5 Kalium phosphoricum – Kaliumphosphat
- Nr. 8 Natrium chloratum – Kochsalz
- Nr. 11 Silicea – Kieselsäure
Nicht zu verwechseln
Ein Schüßler-Salz ist kein Mineralstoffpräparat im ernährungswissenschaftlichen Sinn. Eine Magnesium-Tablette aus der Drogerie liefert eine nennenswerte Menge Magnesium. Eine Tablette Nr. 7 in D6 enthält dagegen nur ein Millionstel ihres Gewichts als Ausgangssalz, der Rest ist Milchzucker. Wer einen echten Mangel vermutet, sollte ihn ärztlich prüfen lassen.
Einordnung
Die Vorstellung, potenzierte Mineralsalze könnten einen Zellhaushalt regulieren, ist eine Lehrmeinung ohne belastbaren Wirksamkeitsnachweis. Mehr dazu unter Studienlage.
Mehr dazu: Liste aller Schüßler-Salze · Verwandt: Schüßler-Salz, D-Potenz
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