Kalium arsenicosum ist das erste der Ergänzungssalze und trägt die Nummer 13. Der Ausgangsstoff ist eine Arsenverbindung, deshalb lohnt hier ein genauer Blick auf das Etikett.
Inhalt
Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Nummer | Nr. 13 |
| Lateinischer Name | Kalium arsenicosum |
| Deutscher Name / Mineralstoff | Kaliumarsenit |
| Hinweis zum Ausgangsstoff | Arsenverbindung, unverdünnt hochgiftig; im Arzneimittel stark verdünnt |
| Übliche Potenz | D6 (die DHU bietet es auch in D12 an) |
| Gruppe | Ergänzungssalz, nach Schüßlers Tod von Nachfolgern ergänzt |
| Darreichungsformen | Tabletten; je nach Hersteller auch Tropfen oder Globuli |
| Trägerstoff | meist Laktose (Milchzucker) |
| Apothekenpflicht | ja, apothekenpflichtiges Arzneimittel (§ 43 AMG) |
| Rechtsstatus | registriertes homöopathisches Arzneimittel ohne Anwendungsgebiet |
Kaliumarsenit ist das Kaliumsalz der arsenigen Säure. Unverdünnt ist es hochgiftig: Eine Vergiftung kann schon in geringer Menge tödlich sein, zudem gilt der Stoff als stark krebserregend. In D6 ist er im Verhältnis 1:1.000.000 mit Milchzucker verrieben. Das beschreibt, wie wenig Ausgangsstoff in der Tablette steckt, macht Arsenverbindungen aber nicht harmlos und begründet keinen Nutzen.
Die benachbarten Steckbriefe sind Nr. 12 Calcium sulfuricum und Nr. 14 Kalium bromatum. Alle Nummern mit Potenz finden Sie in der Liste der 27 Schüßler-Salze.
Was die Biochemie dem Salz zuordnet
Die Biochemie nach Schüßler ordnet Kalium arsenicosum traditionell den Bereichen Haut und „Lebenskraft“ zu. Mit „Lebenskraft“ meint die Lehre einen allgemeinen Zustand von Kraft und Erschöpfung, keinen messbaren Wert. In einem Fachbeitrag für PTA wird Nr. 13 zudem als Kombinationspartner von Nr. 24 genannt, die ebenfalls Arsen enthält. Wie wir die Studienlage bewerten, erklärt die Seite Evidenz.
Basis- und Ergänzungssalz: der Unterschied
Die Nummern 1 bis 12 heißen Basissalze. Sie gehen auf den Oldenburger Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler zurück, der sie „Funktionsmittel“ nannte. Kalium arsenicosum gehört nicht dazu: Es ist ein Ergänzungssalz, das Anhänger der Lehre nach Schüßlers Tod hinzugefügt haben. Nach der Lehre sollen Ergänzungssalze erst dann eine Rolle spielen, wenn die Basissalze „nicht ausreichen“.
Rechtlich und wissenschaftlich macht die Gruppe keinen Unterschied. Beide sind registrierte homöopathische Arzneimittel, beiden fehlt ein Wirksamkeitsnachweis. Was ein Schüßler-Salz grundsätzlich ausmacht, erklärt das Glossar.
Tabletten, Salbe, Laktose
Üblich sind Tabletten, die nach der Lehre im Mund zergehen sollen. Hergestellt werden sie nach dem Homöopathischen Arzneibuch: Der Ausgangsstoff wird stufenweise mit Milchzucker verrieben, bei einer D-Potenz je Schritt im Verhältnis 1:10. Die Tablette besteht daher fast vollständig aus Trägerstoff. Bei DHU-Ergänzungssalzen wie Nr. 13 nennen die Produktangaben 250 mg Verreibung je Tablette sowie Magnesiumstearat, Weizenstärke und Lactose-Monohydrat als sonstige Bestandteile.
Wer Laktose meiden muss, findet im Handel alkoholische Tropfen oder Globuli aus Rohrzucker. Salben bieten Hersteller etwa zu Basissalzen wie Nr. 1 an; ob es Kalium arsenicosum als Salbe gibt, hängt vom Hersteller ab. Verbindlich ist immer die Gebrauchsinformation.
Sets und Hersteller
Ergänzungssalze sind in den gängigen Kombipackungen in der Regel nicht enthalten, die Sets umfassen meist die Basissalze Nr. 1 bis 12. Einen Überblick nach Herstellerangaben bietet der Vergleich der Schüßler-Salz-Sets. Wie sich die großen Anbieter bei Packungsgrößen und Hilfsstoffen unterscheiden, zeigt DHU oder Pflüger.
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Häufige Fragen zu Nr. 13 Kalium arsenicosum
Häufige Fragen
Was ist Schüßler-Salz Nr. 13?
Nr. 13 ist Kalium arsenicosum, ein Ergänzungssalz der Biochemie nach Schüßler auf Basis von Kaliumarsenit. Es ist ein registriertes homöopathisches Arzneimittel ohne Anwendungsgebiet.
Ist Kalium arsenicosum wegen des Arsens gefährlich?
Der Ausgangsstoff Kaliumarsenit ist unverdünnt hochgiftig. Im Fertigarzneimittel ist er stark verdünnt; bei der Registrierung werden Qualität und Unbedenklichkeit geprüft, nicht die Wirksamkeit. Fragen zu Inhaltsstoffen klären Sie am besten in der Apotheke.
In welcher Potenz gibt es Kalium arsenicosum?
Üblich ist D6, die DHU führt das Salz zusätzlich in D12. Maßgeblich ist die Angabe auf Ihrer Packung, die Gebrauchsinformation nennt auch die Hinweise zur Einnahme.
Ist Nr. 13 in Schüßler-Salz-Sets enthalten?
Meist nicht. Die gängigen Sets enthalten die zwölf Basissalze, Ergänzungssalze sind in der Regel einzeln in der Apotheke erhältlich.
Quellen
- Wikipedia: Schüßler-Salze (Liste der Funktions- und Ergänzungsmittel mit Mineralstoff und Potenz, Registrierung, Laktose, Kritik; Sekundärquelle). de.wikipedia.org
- apotheken.de: Biochemie nach Schüßler (Funktions- und Ergänzungsmittel, Zuordnungen nach der Lehre, Darreichungsformen). apotheken.de
- Die PTA in der Apotheke: Beitrag zu den Ergänzungssalzen, Ausgabe 12/2012 (Status von Nr. 25 bis 27, Zuordnungen zu Nr. 24). diepta.de
- Shop Apotheke: Produktangaben DHU Biochemie 13 Kalium arsenicosum D12 (Wirkstoffmenge je Tablette, sonstige Bestandteile, Apothekenpflicht). shop-apotheke.at
- Wikipedia: Kaliumarsenit (Giftigkeit des Ausgangsstoffs). de.wikipedia.org
- Medizin transparent: Schüßler-Salze: Studien fehlen, 2017. medizin-transparent.at
- Arzneimittelgesetz (AMG), § 43 Apothekenpflicht. gesetze-im-internet.de
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