Laktose, auf Deutsch Milchzucker, ist in der Homöopathie der übliche Trägerstoff für Verreibungen und Tabletten, etwa bei Schüßler-Salzen.
Ein Trägerstoff nimmt den eigentlichen Ausgangsstoff auf und verteilt ihn. Milchzucker eignet sich dafür, weil er fein kristallisiert, sich gut verreiben und pressen lässt und geschmacklich kaum auffällt. Schon Hahnemann nutzte ihn für die Verreibung unlöslicher Stoffe. Das Homöopathische Arzneibuch schreibt für Triturationen Lactose-Monohydrat vor, also eine definierte pharmazeutische Qualität.
Laktoseintoleranz
Wer Milchzucker schlecht verträgt, fragt sich oft, ob homöopathische Tabletten ein Problem sind. Die Laktosemenge pro Tablette ist meist gering, und viele Betroffene vertragen kleine Mengen. Bei der traditionell häufigen Einnahme mehrerer Schüßler-Salze am Tag kann sich die Menge aber summieren. Den genauen Gehalt finden Sie in der Packungsbeilage. Einige Hersteller bieten laktosefreie Varianten auf Basis anderer Träger an, und Globuli aus Saccharose sind ohnehin milchzuckerfrei. Bei einer echten Milcheiweißallergie gilt ein anderer Maßstab; hier ist ärztlicher Rat sinnvoll.
Beispiel
Eine Schüßler-Salz-Tablette Nr. 7 D6 enthält Magnesium phosphoricum in der Verreibung, verpresst mit Milchzucker und meist einem Gleitmittel. Den Großteil der Tablette macht der Milchzucker aus.
Mehr dazu: Schüßler-Salze verständlich erklärt · verwandt: Tablette (Trituration)
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