Eine homöopathische Tablette ist eine gepresste Verreibung (Trituration), bei der Milchzucker als Trägerstoff dient.
Ausgangspunkt ist ein Pulver, das durch stufenweises Zerreiben des Ausgangsstoffs mit Laktose entstanden ist. Dieses Pulver wird mit wenigen Hilfsstoffen, etwa einem Gleitmittel wie Magnesiumstearat, zu Tabletten gepresst. Manche Hersteller verwenden zusätzlich Kartoffel- oder Weizenstärke. Was genau enthalten ist, steht in der Liste der sonstigen Bestandteile auf der Packungsbeilage.
Bekanntestes Beispiel
Die meisten Schüßler-Salze sind als Tabletten im Handel. Sie werden traditionell langsam im Mund zergehen gelassen. Auch einige homöopathische Einzel- und Komplexmittel gibt es als Tablette, häufig aus Mineralien oder Metallen, die sich nur durch Verreibung verarbeiten lassen.
Tablette oder Globuli?
Inhaltlich ist der Unterschied vor allem eine Frage des Trägers: Globuli bestehen meist aus Saccharose, Tabletten überwiegend aus Milchzucker. Für Menschen mit Laktoseintoleranz ist die Menge in einer Tablette in aller Regel gering, sie kann sich bei häufiger Einnahme aber summieren. Einige Anbieter führen laktosefreie Alternativen. Bei Unsicherheit hilft die Apotheke weiter.
Ob die Darreichungsform die Wirkung beeinflusst, ist nicht durch Studien belegt. Mehr zur Datenlage finden Sie unter Evidenz.
Mehr dazu: Schüßler-Salze im Überblick · verwandt: Verreibung
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