Modalitäten sind in der Homöopathie die Umstände, unter denen sich Beschwerden bessern oder verschlechtern, etwa Wärme, Kälte, Bewegung, Ruhe oder Tageszeit.
Das Wort leitet sich vom lateinischen „modus“, Art und Weise, ab. In Fachbüchern finden Sie Modalitäten meist in zwei Spalten: „besser durch“ und „schlechter durch“, oft abgekürzt mit Pfeilen oder den Zeichen < und >. Dieselbe Beschwerde kann bei zwei Menschen ganz unterschiedliche Modalitäten haben; genau darin sieht die Lehre den Schlüssel zur individuellen Mittelwahl.
Typische Kategorien
- Temperatur: Wärme, Kälte, frische Luft, warmes Zimmer
- Bewegung: Ruhe, erste Bewegung, fortgesetzte Bewegung
- Zeit: morgens, nachts, zu einer bestimmten Uhrzeit
- Lage und Druck: Liegen auf einer Seite, Druck, Berührung
- Wetter, Essen, Trinken, Gesellschaft
Beispiel
Zwei Personen haben Gelenkbeschwerden. Bei der einen werden sie bei der ersten Bewegung schlimmer und bei fortgesetzter Bewegung besser, bei der anderen verschlechtert jede Bewegung den Zustand. In der Homöopathie führen diese Modalitäten zu unterschiedlichen Mitteln. Auffällige Modalitäten können als Leitsymptom gelten.
Einordnung
Die genaue Beobachtung von Mustern ist auch in der Medizin hilfreich, zum Beispiel für die Anamnese. Dass sich daraus ein passendes homöopathisches Mittel ableiten lässt, ist dagegen eine Lehrmeinung; Studien dazu fasst die Seite Evidenz zusammen.
Mehr dazu: Wie die Homöopathie Symptome liest · verwandt: Repertorium
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