Ein Repertorium ist ein Nachschlagewerk der Homöopathie, das Symptome nach Körperregionen ordnet und jedem Symptom die zugeordneten Mittel zuweist.
Der Name kommt vom lateinischen „repertorium“, Verzeichnis oder Fundstelle. Während die Materia medica von den Mitteln ausgeht und ihre Symptome beschreibt, geht das Repertorium den umgekehrten Weg: Es beginnt beim Symptom und listet die passenden Mittel auf. Ein einzelner Eintrag heißt Rubrik.
Aufbau
Die meisten Repertorien folgen einem Kopf-bis-Fuß-Schema, beginnend mit dem Gemüt, über Kopf, Augen und Magen bis zu den Extremitäten und Allgemeinsymptomen. Innerhalb der Rubriken werden die Mittel häufig in Schriftgraden gewichtet: Fettdruck, Kursivschrift und normaler Druck stehen für unterschiedlich starke Zuordnungen nach Auffassung der Autoren.
Bekannte Werke stammen von Clemens von Bönninghausen und James Tyler Kent. Kents Repertorium prägte die klassische Homöopathie stark. Heute sind umfangreiche Sammlungen wie „Synthesis“ oder „Complete Repertory“ verbreitet, meist als Software.
Beispiel
Unter der Rubrik „Kopfschmerz, besser durch Druck“ findet man eine Liste von Mitteln, denen dieses Symptom zugeschrieben wird. Erst durch das Kombinieren mehrerer Rubriken entsteht eine engere Auswahl, ein Vorgang, der Repertorisation heißt.
Die Einträge geben die Lehrmeinung der Autoren wieder und sind kein Wirksamkeitsnachweis; siehe Evidenz.
Mehr dazu: Wie Homöopathen ein Mittel auswählen
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