Spontanheilung bezeichnet das Abklingen einer Erkrankung ohne gezielte Behandlung, allein durch den natürlichen Verlauf und die Selbstregulation des Körpers. Medizinisch spricht man auch von Spontanremission.
Viele alltägliche Beschwerden sind selbstbegrenzend: Eine einfache Erkältung, ein leichter Magen-Darm-Infekt oder ein blauer Fleck klingen bei sonst gesunden Menschen meist innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen von selbst ab. Das Immunsystem, Reparaturvorgänge im Gewebe und schlicht Zeit erledigen den größten Teil der Arbeit.
Warum das für die Bewertung wichtig ist
Wer bei einer Erkältung am dritten Tag Globuli nimmt und sich am fünften Tag besser fühlt, kann nicht erkennen, ob das Mittel oder der normale Verlauf dafür verantwortlich ist. Diese Verwechslung ist einer der häufigsten Denkfehler bei der Beurteilung von Behandlungen, unabhängig davon, ob es um Homöopathie, Hausmittel oder Medikamente geht.
Beispiel
In einer Studie mit zwei Gruppen werden sich auch in der Placebogruppe viele Teilnehmende erholen. Erst der Vergleich zeigt, ob das Prüfmittel zusätzlich etwas bewirkt.
Einordnung
Spontanheilung, Placeboeffekt und die Regression zur Mitte zusammen erklären nach Ansicht vieler Fachleute einen großen Teil der positiven Erfahrungen mit homöopathischen Mitteln. Mehr dazu unter Evidenz. Bei hohem Fieber, starken Schmerzen oder Beschwerden, die nicht abklingen, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Mehr dazu: Was Studien zur Homöopathie zeigen · Verwandt: Regression zur Mitte, Placebo
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