Streukügelchen ist der amtliche deutsche Begriff des Homöopathischen Arzneibuchs für Globuli, also mit einer Potenz benetzte Zuckerkügelchen.
Im Gespräch hört man das Wort selten, auf Packungsbeilagen und in Fachinformationen dagegen regelmäßig. Hinter dem Ausdruck steht die Vorstellung, dass sich die kleinen Kugeln leicht abzählen und „streuen“ lassen, etwa auf die Zunge oder in den Deckel des Fläschchens. Die lateinische Bezeichnung lautet „Globuli velati“, wörtlich „umhüllte Kügelchen“, weil die Zuckerkugeln von außen mit der flüssigen Zubereitung überzogen werden.
Woraus sie bestehen
Die Grundlage bildet in der Regel Saccharose, also gewöhnlicher Haushaltszucker aus Rüben oder Rohr. Die Herstellung ist im Arzneibuch geregelt: Unbehandelte Kügelchen werden mit einer Dilution befeuchtet, gleichmäßig durchmischt und getrocknet. Erst dadurch werden sie zu einem Arzneimittel mit Mittelname und Potenzangabe.
Beispiel
Auf einer Packung kann etwa „Pulsatilla D12 Streukügelchen“ stehen. Inhaltlich ist das dasselbe wie „Pulsatilla D12 Globuli“.
Unbehandelte Streukügelchen, auch Leerkügelchen genannt, werden etwa in Studien als Placebo verwendet. Am Aussehen lassen sie sich von arzneilichen Globuli nicht unterscheiden.
Mehr dazu: Alles über Globuli · verwandt: Globuli
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