Die Wasserglasmethode ist eine Einnahmeform, bei der Globuli oder Tropfen in einem Glas Wasser aufgelöst und schluckweise eingenommen werden.
Sie geht auf Hahnemanns spätere Schriften zurück, in denen er empfahl, Arzneien in Wasser aufzulösen und vor jeder Einnahme zu verschütteln. Die Idee nach der Lehre: Durch das Umrühren verändere sich die Potenz bei jeder Wiederholung leicht, was eine gleichmäßigere Reaktion ermöglichen soll. Besonders verbreitet ist die Methode bei Q- und LM-Potenzen.
So wird sie beschrieben
- einige Globuli in ein Glas mit stillem Wasser geben
- warten, bis sie sich gelöst haben
- vor jeder Einnahme mit einem Kunststofflöffel kräftig umrühren
- einen Löffel davon im Mund behalten und schlucken
Das kräftige Umrühren heißt in der Homöopathie Verkleppern. Viele Ratgeber raten von Metalllöffeln ab; auch das ist eine Überlieferung ohne Studienbeleg.
Für wen sie gedacht ist
Praktisch ist die Methode bei Säuglingen und Kleinkindern, die Kügelchen schlecht im Mund zergehen lassen. Für Babys sollten Sie sie nur nach Rücksprache mit Kinderarzt oder Kinderärztin anwenden, denn kleine Kinder mit Beschwerden brauchen zuerst eine ärztliche Einschätzung.
Gelöstes Wasser sollte zugedeckt aufbewahrt und nicht über Tage verwendet werden. Ob die Methode einen Unterschied zur direkten Einnahme macht, ist nicht belegt; siehe Evidenz.
Mehr dazu: Einnahmeformen im Überblick
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