Verkleppern bedeutet in der Homöopathie, ein in Wasser gelöstes Mittel vor der Einnahme kräftig umzurühren oder zu schlagen.
Wer aus Bayern oder Österreich stammt, kennt das Wort aus der Küche: Dort werden Eier „verkleppert“, also verquirlt. In homöopathischen Anleitungen meint es dasselbe Prinzip. Ein Glas Wasser mit aufgelösten Globuli oder Tropfen wird mit einem Löffel einige Male energisch gerührt, sodass ein Wirbel entsteht. Häufig ist von etwa zehn Umdrehungen die Rede, die genaue Zahl variiert zwischen den Schulen.
Wozu es dienen soll
Nach homöopathischer Auffassung ist das Verkleppern eine vereinfachte Form der Verschüttelung. Die Lösung werde dabei jedes Mal leicht verändert, sodass nicht zweimal exakt dieselbe Potenz eingenommen wird. Hahnemann empfahl in seinem Spätwerk, Arzneilösungen vor jeder Wiederholung zu bewegen; daraus entwickelte sich das heutige Vorgehen.
Beispiel
Bei der Wasserglasmethode wird das Glas vor jeder Einnahme verkleppert. Anschließend nimmt man einen Löffel ab. Viele Anleitungen nennen dafür einen Kunststoff- oder Holzlöffel statt Metall.
Einordnung
Dass das Umrühren eine Lösung homöopathisch „verändert“, ist eine Annahme der Lehre. Messbar ist dabei nur, dass Wasser bewegt wird. Zur Studienlage homöopathischer Mittel insgesamt informiert die Seite Evidenz.
Mehr dazu: Dosierung und Einnahme
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