Schüßler-Salz Nr. 3

Schüßler-Salz Nr. 3: Ferrum phosphoricum

Steckbrief zum dritten Basissalz: Eisenphosphat in D12, Darreichungsformen, Trägerstoff und was die Ernährungswissenschaft über Eisen sagt.

Kurz gesagt

Ferrum phosphoricum ist das Schüßler-Salz Nr. 3, ein verriebenes Eisen(III)-phosphat, das meist in D12 angeboten wird. Die Lehre der Biochemie ordnet es dem Stoffwechsel von Muskulatur und Gehirn zu. Eine Wirkung über Placebo hinaus ist nicht belegt.

Redaktion Globuli-RatgeberAktualisiert am 04.11.2026So arbeiten wir

Ferrum phosphoricum ist das einzige eisenhaltige unter den zwölf Basissalzen und trägt die Nummer 3. Es wird aus Eisenphosphat hergestellt und meist in der Potenz D12 verkauft. Der Steckbrief zeigt die Fakten, die Lehrmeinung und den Unterschied zu einem Eisenpräparat.

Inhalt
  1. Steckbrief
  2. Was Schüßler dem Salz zuordnete
  3. Das Mineral im Körper – was die Ernährungswissenschaft sagt
  4. Tabletten, Salbe, Laktose
  5. Sets und Hersteller
  6. Häufige Fragen zu Schüßler-Salz Nr. 3
  7. Häufige Fragen
  8. Quellen

Steckbrief

MerkmalAngabe
NummerNr. 3
Lateinischer NameFerrum phosphoricum
Deutscher Name / MineralstoffEisen(III)-phosphat
Übliche PotenzD12 (je nach Hersteller auch D3 und D6)
Basis- oder ErgänzungssalzBasissalz (Funktionsmittel nach Schüßler)
DarreichungsformenTabletten, Globuli, Tropfen, Pulver; Salbe in D4
TrägerstoffTabletten meist mit Milchzucker (Laktose); laktosefreie Globuli und Tropfen erhältlich
ApothekenpflichtIn der Regel apothekenpflichtig (§ 43 AMG); maßgeblich ist die Packung

Benachbart sind Nr. 2 Calcium phosphoricum und Nr. 4 Kalium chloratum. Alle Nummern mit Potenz finden Sie in der Gesamtliste der Schüßler-Salze.

Was Schüßler dem Salz zuordnete

Nach der Biochemie nach Schüßler steht Nr. 3 für den Stoffwechsel in Gehirn und Muskulatur. So beschreibt es ein Fachbeitrag in „Die PTA in der Apotheke“, der die Zuordnungen der Lehre zusammenfasst. Diese Vorstellung stammt aus dem 19. Jahrhundert: Schüßler nahm an, dass Krankheiten auf einem gestörten Mineralhaushalt der Zellen beruhen und sich mit kleinsten Salzmengen ausgleichen lassen.

Wie Nr. 1 und Nr. 11 verwendete Schüßler Ferrum phosphoricum in D12, weil Eisenphosphat in Wasser kaum löslich ist. Einige Hersteller bieten das Salz zusätzlich als D6 oder D3 an. Beschwerden ordnen wir dem Salz nicht zu: Schüßler-Salze sind registrierte Arzneimittel ohne Anwendungsgebiet. Mehr zum Begriff im Glossar unter Schüßler-Salz.

Das Mineral im Körper – was die Ernährungswissenschaft sagt

Eisen ist für den Körper unverzichtbar. Die DGE beschreibt es als „wichtigen Baustein des Hämoglobins“, also des roten Blutfarbstoffs, und nennt seine Rolle beim Sauerstofftransport und bei der Blutbildung. Die empfohlene Zufuhr liegt laut DGE bei 11 mg am Tag für Männer und bei 14 bis 16 mg für Frauen, je nach Lebensphase. Ein Eisenmangel ist eine Diagnose, die über eine Blutuntersuchung gestellt wird.

Eine Tablette mit 250 mg Verreibung enthält in D12 rechnerisch 0,25 Pikogramm Eisenphosphat, ein Billionstel ihrer Masse. Für die empfohlenen 11 mg Eisen wären rechnerisch mehr als 40 Milliarden Tabletten am Tag nötig. Ferrum phosphoricum ist deshalb keine Eisenquelle. Ein Schüßler-Salz in D12 ist deshalb nicht mit einem Nahrungsergänzungsmittel vergleichbar und ersetzt keine ausgewogene Ernährung. Wer einen Mangel vermutet, lässt ihn am besten ärztlich prüfen. Warum ein Schüßler-Salz kein Mineralstoffpräparat im ernährungswissenschaftlichen Sinn ist, erklärt das Glossar unter Mineralsalz.

Dass Schüßler-Salze trotz der geringen Menge eine Wirkung haben, ist nicht belegt. Was Übersichtsarbeiten zur Homöopathie insgesamt zeigen, fasst unsere Seite zur Studienlage zusammen.

Tabletten, Salbe, Laktose

Ferrum phosphoricum gibt es als Tabletten in D3, D6 und D12, als Globuli, Tropfen und Pulver. Zur äußerlichen Anwendung führt die DHU eine Salbe N in D4; eine Creme listet die geprüfte Apothekenübersicht nicht. Eine DHU-Tablette in D12 enthält laut Produktangabe 250 mg Verreibung, dazu Lactose, Magnesiumstearat und Weizenstärke.

Hergestellt werden die Tabletten nach dem Homöopathischen Arzneibuch: Das Mineralsalz wird stufenweise mit Milchzucker verrieben, bei einer D-Potenz je Schritt im Verhältnis 1:10, und anschließend gepresst. Die Tablette besteht deshalb fast vollständig aus Trägerstoff. Wer Laktose meiden muss, findet Alternativen. Als gluten- und lactosefrei sind laut Produktangaben die Pflüger-Tropfen und die DHU-Globuli gekennzeichnet; die Pflüger-Globuli gelten als geeignet bei Laktoseintoleranz. Ob ein Produkt Lactose, Weizenstärke oder andere Hilfsstoffe enthält, steht unter „Sonstige Bestandteile“ in der Packungsbeilage.

Sets und Hersteller

Ferrum phosphoricum ist in praktisch jedem Set mit den zwölf Basissalzen enthalten. Welche Kombipackungen es gibt und wie sie sich bei Tablettenzahl, Cremes und Herstellerangaben unterscheiden, zeigt unser Vergleich der Schüßler-Salz-Sets. Ob es zwischen zwei großen Anbietern Unterschiede bei Sortiment und Packungen gibt, lesen Sie im Vergleich DHU oder Pflüger.

Zur Aufbewahrung nennt eine DHU-Packungsbeilage keine besonderen Lagerungsbedingungen, aber den Hinweis, Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufzubewahren. Wer mehrere Dosen und Gläser zu Hause hat, kann sie in einer verschließbaren Medikamentenbox sortiert und übersichtlich lagern.

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Häufige Fragen zu Schüßler-Salz Nr. 3

Häufige Fragen

Was ist Schüßler-Salz Nr. 3?

Nr. 3 ist Ferrum phosphoricum, ein homöopathisch verriebenes Eisen(III)-phosphat. Es ist ein Basissalz und wird meist in D12 angeboten.

Kann Nr. 3 einen Eisenmangel ausgleichen?

Nein. Eine D12-Tablette enthält rechnerisch nur Pikogramm Eisenphosphat. Ein vermuteter Eisenmangel gehört ärztlich abgeklärt, eine Behandlung erfolgt mit Präparaten in Milligramm-Dosen.

Ist Ferrum phosphoricum apothekenpflichtig?

In der Regel ja. Die DHU-Tabletten Nr. 3 sind laut Produktangabe apothekenpflichtig. Maßgeblich ist der Hinweis auf der Packung.

Quellen

  • Wikipedia: Schüßler-Salze (Liste der Funktionsmittel mit Potenz und chemischer Bezeichnung, Mineralgehalt der Verdünnungen, Darreichungsformen, Laktose; Sekundärquelle). de.wikipedia.org
  • Die PTA in der Apotheke: Beitrag zur Biochemie nach Schüßler, Ausgabe 07/2013 (Zuordnungen der Funktionsmittel nach der Lehre, Potenzen D6 und D12, äußerliche Anwendung). diepta.de
  • aponeo: Produktübersicht Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum (Darreichungsformen, Potenzen, lactosefreie Varianten, Salbe). aponeo.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte Eisen. dge.de
  • aponeo: Produktangaben DHU Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 Tabletten (Zusammensetzung, Apothekenpflicht). aponeo.de
  • Medizin transparent: Keine Spur von Schüßler-Salzen, Faktencheck, 2017. medizin-transparent.at
  • DHU-Arzneimittel GmbH & Co. KG: Gebrauchsinformation Schüßler-Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6, Tabletten (250 mg Verreibung je Tablette, Lactose, Aufbewahrung, Registrierungshinweis). Packungsbeilage
  • Arzneimittelgesetz (AMG), § 43 Apothekenpflicht. gesetze-im-internet.de

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