Verreibung, fachsprachlich Trituration, ist das stufenweise Zerreiben eines Ausgangsstoffs mit Milchzucker im Mörser, um ihn homöopathisch zu potenzieren.
Das Verfahren ist das feste Gegenstück zur Verschüttelung. Es wird gewählt, wenn sich ein Stoff nicht in Wasser oder Alkohol auflöst, etwa Metalle wie Gold, Mineralien wie Kieselerde oder Muschelkalk. Der Milchzucker (Laktose) dient als Trägerstoff. Er wird in mehreren Portionen zugegeben, mit dem Pistill verrieben und zwischendurch immer wieder von der Mörserwand abgeschabt. Dauer und Ablauf sind im Homöopathischen Arzneibuch festgelegt; größere Hersteller nutzen dafür Maschinen.
Nach einigen Verreibungsstufen gilt der Stoff nach homöopathischer Auffassung als so fein verteilt, dass er sich lösen lässt. Ab dann kann flüssig weiter potenziert werden.
Was man im Handel findet
Verreibungen werden als Pulver angeboten oder zu Tabletten gepresst. Bekanntestes Beispiel sind Schüßler-Salze: Sie liegen meist als D6- oder D12-Tabletten auf Milchzuckerbasis vor. Wer keine Laktose verträgt, achtet deshalb auf die Angaben zu den Hilfsstoffen in der Packungsbeilage.
Auf dem Etikett erkennen Sie eine Verreibung am Zusatz „Trit.“ für Trituratio. Ob die Darreichungsform Einfluss auf die Wirkung hat, ist eine Frage der Lehrmeinung und nicht durch Studien geklärt.
Mehr dazu: Potenzen und ihre Herstellung
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